...zumindest aus meiner Sicht. Denn wann immer wir glauben etwas zu erkennen, eine Figur oder ein Bild, das uns vertraut erscheint, bleibt ein Interpretationsspielraum. Wechselt man die Perspektive, erhält man neue Informationen, erlebt es sich anders, sodass altbekanntes plötzlich fremd zu werden vermag. Daher definiere ich meine Arbeit als psychologisch abstrakt. Die zugrundeliegende Wahrheit einer menschlichen Figur oder eines Objekts bleibt ein Geheimnis, ein Rätsel, sofern man die dahinterliegende Geschichte, den Kontext, die Biographie nicht kennt ... Die Vielfalt menschlicher Wahrnehmungen, die Nichtexistenz der absoluten Wahrheit in scheinbar unterschiedlichen Umwelten fasziniert mich. Als ehemalige Wissenschaftlerin bin ich überzeugt, dass Kunst Forschung ist. Der Malprozess, das Experimentieren mit einem Motiv, einer Perspektive und dem Zusammenspiel von Farben schaffen eine individuelle Realität, die sich für mich äußerst magisch anfühlt.

Mein Lieblingsmedium ist Öl und es ist eine gewisse Unberechenbarkeit der Malerei, die permanent meine innere Flexibilität und Entwicklung fordert und die mich auf diese Weise motiviert. Häufig arbeite ich nach einem alla-prima-basierten Ansatz (Naß-in-Naß-Technik). Sofern das Motiv es verlangt arbeite ich auch lasierend. Meine Pinselstriche suchen stets nach der optimalen Balance zwischen realistischer Improvisation, Impulsivität und meinem Fabel für eine malerische Erzählweise über Details, Kontraste und Stille.

 

Johanna Hattner

Ich möchte, dass Menschen mit meinen Kunstwerken in den Prozess der Interpretation eintauchen und sich für ihre eigene, individuelle Realität interessieren. In Analogie zur Chemie ist mein Ziel erreicht, wenn eine bestimmte Mischung meiner Komposition zur Neugier des Betrachters führt, gefolgt von einer tiefen inneren Reaktion, die möglicherweise zu einer emotionalen Explosion führt. In einer Welt der fortschreitenden Individualisierung der Gesellschaft versuche ich, Menschen mit meiner Kunst zu verbinden, Kontakt aufzunehmen - mit dem Motiv, dem Betrachter und mit inneren Welten, die voller Mehrdeutigkeiten sind.

Die Hamburger Multifunktionskünstlerin Johanna Hattner, geboren 1984 in der Slowakei, malt seit ihrer frühen Kindheit. Ursprünglich Wissenschaftlerin, verließ Hattner die wissenschaftliche Welt, wurde Sozialarbeiterin und beschäftigte sich nach 2015 mit verschiedenen Künsten. Seit 2018 beschäftigt sie sich intensiv mit bildender Kunst, zuerst mit Acryl, dann bald mit Öl. Als autodidaktische Künstlerin verband Hattner ihre Liebe zu Geisteswissenschaften, Forschung und Philosophie mit ihrer Leidenschaft für Kunst, indem sie ihre Erfahrungen zu einer inspirierenden Art realistischer Malerei kombinierte. Ihre künstlerische Inspiration findet sie im Alltag, bei Menschen und in der Natur.

 

Mit dem Blick für die stille Faszination des Alltäglichen und der Leidenschaft für biografische Wendungen und Geschichten - die anderer Menschen und ihre eigenen - kommuniziert Hattner nicht nur durch figurative Arbeiten, sondern auch durch narrative Stillleben. Ihre Arbeit zeigt die Schönheit von Mehrdeutigkeiten - von konkurrierenden Wünschen - durch die Verwendung von Kontrasten, dem Zusammenspiel von Licht und Schatten und transformiert diese in alltägliche Rätsel, die während des Malprozesses gelöst werden. Ihre Arbeiten wurden in einer Gruppenausstellung zum 14. Internationalen Frauentag in Hamburg ausgestellt. Hattner ist Mitglied der Gruppe Poets and Artists, International.

ARTIST​ STATEMENT

KÜNSTLER​ BIOGRAFIE

  • September  2019     "Terra & Tide" Envision Arts Online-Ausstellung, Paintings: "Sunny Day" & "She's got an attitude"                 

  • Februar - März  2019     "A Woman's Tale" Gruppenausstellung, Kulturladen St. Georg, Hamburg

Kontakt

Tel.: +49 170 5004727

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Hamburg, Deutschland

© 2015 by Johanna Hattner